Hypogäum Hal Saflieni

Einzigartiges UNESCO Weltkulturerbe

Der Besuch des Hypogäum Hal Saflieni im Örtchen Paola ist ein beeindruckendes Erlebnis. Dieses UNESCO Weltkulturerbe würden wir uns immer wieder ansehen!

Hypogäum Hal Saflieni

By Pace, A. (Pace, A. Hal Saflieni) [see page for license], via Wikimedia Commons

Wir haben schon viele Weltkulturerbe besucht, unter anderem den Haqar Qim Tempel auf Malta. Alle sind sie sehr interessant. Aber die Tempelanlage Hal Saflieni ist mit Abstand am beeindruckendsten! Die Hypogäum ist faszinierend und geheimnisvoll zugleich.

Bei unserem ersten Maltabesuch standen wir jedoch vor verschlossenen Türen, denn wir hatten nicht beachtet, dass nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern in den Tempel darf!

Vor allem während der Hochsaison müssen Sie die Tickets für die Besichtigung des Hypogäums schon einige Monate im Voraus bestellen! Sonst haben Sie keine Chance, dieses grandiose Erlebnis zu erfahren. Im Herbst/Winter können Sie mitunter Glück haben und noch vor Ort ein Restticket ergattern.

Unterirdisches Labyrinth auf 3 Stockwerken

Plan des Hypogaeums von Hal Saflieni

Der sehr unscheinbare Eingang täuscht und wir waren vollkommen perplex von dem, was dahinter auf uns wartete. Die Führung durch dieses unterirdische Labyrinth zog uns sofort in den Bann und sorgte für Gänsehaut pur.

Dieses unterirdische UNESCO Weltkulturerbe teilt sich in drei Ebenen auf.

In der untersten Ebene sind die Überreste von 7000 Menschen zu finden. Es gibt dabei wunderschöne Kultbereiche, die einem Tempel gleichen. Im zweiten Stock sehen Sie Werkzeuge aus Tierhörnern und Steinkeilen. Noch eine Etage höher befinden sich die Sakralräume. Diese Räume haben alle verschiedene Größen und wir fühlten uns sofort um Jahrtausende zurückversetzt.

Besonders interessant fanden wir die Lobby mit den sogenannten Trilith-Nischen, die mit Orthostaten und vortretenden Deckensteinen geschmückt sind. Die Wände der Decorated Hall und der Amplifier Hall sind mit ockerfarbenen Ranken ausgestattet, was einen großartigen Eindruck macht.

In der Orakelnische fand man die Skulpturen schlafender Priesterinnen. Darauf basiert die Theorie, dass hier die Initiations- und Grabstätte für Priesterinnen gewesen sein soll. Sehr mystisch fand ich die Theorie, dass die Priesterinnen in Traum- und Rauschzuständen in den Kult eingeführt worden sein sollen und nach ihrem Tod wieder zurückkehrten. Das ließ doch einen leichten Schauer über meinen Rücken laufen.

Matriarchale Begräbnisstätte

Die Gesamtfläche von Hal Saflieni beträgt 500 qm und die Wände und Decken sind alle mit ockerfarbenen Malereien geschmückt. Der Grundlevel des Hypogäums liegt in etwa auf der Höhe des Straßenniveaus, die anderen Höhlen liegen weit unter der Erde. Der Besuch der unteren Stockwerke war mir (meinem Mann natürlich nicht) sogar etwas unheimlich. Zumindest war ich sehr froh, nicht alleine dort unten zu sein. Übrigens sollten Menschen, die Angst vor geschlossenen Räumen haben, keinesfalls da runter gehen!

Das Hypogäum Hal Saflieni ist eine Begräbnisstätte und die neolithischen Funde waren ausschließlich weiblichen Geschlechts. Deshalb geht man davon aus, dass es sich um eine matriarchale Gesellschaft gehandelt hat. Es sollen hier vor allem Priesterinnen und Wahrsagerinnen beigesetzt worden sein.

Wie der Tourführer berichtete, hat man dennoch eine Skulptur der heiligen Familie entdeckt, die aus Vater, Mutter und Kind besteht.

Besucherzahl Stark Limitiert

Durch die vielen Besucher, die das Hypogäum aufgesucht haben, hat die Struktur Schäden erlitten. Deshalb dürfen seit einigen Jahren nicht mehr als 8 Gruppen á 10 Personen pro Tag die Tempelanlage besichtigen.

Am besten buchen Sie die Tickets bereits im Internet, denn Hal Saflieni ist in der Regel einige Wochen (im Sommer sogar Monate) im Voraus ausgebucht. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Tickets weder umgetauscht noch zurückgegeben werden dürfen. Buchen können Sie direkt auf Heritage Malta.

Der Eintritt kostet übrigens 30 Euro pro Erwachsenem. Kinder unter 6 Jahren sind nicht erlaubt!

Ausflug zum Hypogeum Hagar Qim







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